HappySupport

Die besten SaaS-Onboarding-E-Mails: 12 zum Abschauen

12 Beispiele für SaaS-Onboarding-E-Mails von Linear, Vercel, Notion, Webflow, Loom, Figma, Stripe, Slack, Calendly, Cal.com, Lemlist und Product Hunt. Zum Abschauen.

Henrik RothHenrik RothMarketing Manager, HappySupport ·
Die besten SaaS-Onboarding-E-Mails: 12 zum Abschauen

Die besten SaaS-Onboarding-E-Mails haben eines gemeinsam, das die schlechtesten nie hinbekommen. Sie verlinken auf einen konkreten Hilfeartikel, nicht auf die Startseite des Help Centers. Wenn jemand auf "Richte dein erstes Projekt ein" klickt und auf einer generischen Seite mit Suchleiste landet, ist die E-Mail gescheitert. Der Button hat einen Schritt versprochen. Das Ziel liefert einen Katalog.

Wir haben die Onboarding-E-Mails von 12 SaaS-Unternehmen auseinandergenommen, die dafür einen guten Ruf haben. Linear, Vercel, Notion, Webflow, Loom, Figma, Stripe, Slack, Calendly, Cal.com, Lemlist und Product Hunt. Keine davon ist perfekt. Jede macht eine Sache, die sich zu übernehmen lohnt. Die Muster wiederholen sich über alle 12. Eine Aufgabe pro E-Mail. Ein Button. Ein Linkziel. Alles andere ist Reibung.

Das ist ein Beispielartikel, kein Theorieartikel. Jeder Abschnitt beschreibt, was die E-Mail tut, was funktioniert und was du in deine eigene Strecke mitnimmst. Wo Inhalte sinngemäß wiedergegeben sind, sind sie sinngemäß wiedergegeben. Wir beanspruchen keinen wörtlichen Text dieser Unternehmen, weil E-Mail-Texte sich monatlich ändern und wir nicht in ihren Zahlen sitzen. Die Muster sind stabil. Der genaue Wortlaut nicht.

Prozessablauf, SaaS-Onboarding-E-Mail-Strecke, sechsstufiger Lebenszyklus 2026

Die sechsstufige Onboarding-Strecke auf einen Blick

Vor den Beispielen die Form. Die meisten starken Strecken haben sechs bis acht E-Mails über drei Wochen. Tag 0 Begrüßung, Tag 1 erste Aktion, Tag 3 erweitern, Tag 7 zweiter Nutzen, Tag 14 fortgeschrittene Nutzung, Tag 21 halten. Die erste E-Mail kommt Minuten nach der Anmeldung. Der Rest wird dünner. Leg das Gewicht auf Woche eins. Dort ist die Aufmerksamkeit am höchsten, und dort springen die meisten ab, wenn du sie nicht erreichst.

Das Diagramm unten ordnet jedem Schritt eine einzige Aufgabe zu. Lies es als Checkliste für deine eigene Strecke. Wenn eine deiner E-Mails mehr als eine Aufgabe hat, ist sie zu lang.

1. Linear: bestätigt die Anmeldung und geht aus dem Weg

Linear schickt eine kurze Begrüßungsmail, die fast nichts tut. Keine Produkttour. Keine Feature-Checkliste. Eine Zeile, die das Konto bestätigt, ein Link mit einem Klick in den Arbeitsbereich und die Unterschrift eines echten Menschen aus dem Team. Die E-Mail hat eine Aufgabe: die Person zurück ins Produkt bringen.

Was funktioniert:

  • Ein Button. Ein Button. Ein Ziel. Der Arbeitsbereich, nicht die Doku.
  • Kein Füllmaterial. Sechs Zeilen Text. In unter drei Sekunden ist klar, worauf zu klicken ist.
  • Menschliche Unterschrift. Von einer namentlich genannten Person, nicht von einer Noreply-Adresse.
  • Reintext-Anmutung. Sieht aus wie eine interne Linear-Nachricht, was die Marke stärkt.

Übernimm das: Wenn deine Begrüßungsmail nicht in unter fünf Sekunden lesbar ist, halbiere sie. Dann halbiere sie noch einmal.

2. Vercel: liefert die erste Aktion in der Begrüßungsmail

Vercel trennt "Begrüßung" nicht von "erster Aktion". Die Begrüßungsmail ist die erste Aktion. Sie zeigt einen Ein-Befehl-Deploy mit dem Framework, das bei der Anmeldung gewählt wurde. Vom Posteingang zur veröffentlichten Seite in rund zwei Minuten. Die E-Mail ist das Aktivierungsereignis selbst.

Was funktioniert:

  • Aktivierung im Posteingang. Die erste E-Mail ist das erste Deploy. Kein zweiter Klick nötig.
  • Framework-spezifisch. Der Button passt zu dem, was bei der Anmeldung angegeben wurde. Personalisierung auf der Ebene, die zählt.
  • Codeblock. Der Aufruf ist ein kopierbarer Befehl, kein Marketing-Button.
  • Hilfelink. Direkter Link auf die Deploy-Anleitung genau dieses Frameworks, nicht auf die Doku-Startseite.

Übernimm das: Stell bei der Anmeldung eine Frage, mit der du die erste E-Mail nach Anwendungsfall personalisieren kannst. Rahme die Begrüßungsmail als erste Produktaktion, nicht als Vorwort dazu.

3. Notion: zeigt, was möglich ist, und stellt dann eine Frage

Die Begrüßungsmail von Notion führt mit einer Galerie aus Vorlagen und Anwendungsfällen, bevor sie fragt, was gebaut werden soll. Die E-Mail segmentiert leicht. Die Antwort verzweigt in unterschiedliche Folgestrecken. Der Preis ist, dass die E-Mail länger ist als bei Linear oder Vercel. Der Gewinn ist, dass jede E-Mail nach Tag 0 zielgenau ist.

Was funktioniert:

  • Zeigen statt erzählen. Vorlagen übernehmen die Erklärung. Weniger Text zu lesen.
  • Verzweigende Frage. Eine Frage segmentiert. Künftige E-Mails werden relevanter.
  • Vorlagenlinks. Jede Karte verlinkt auf die Vorlagenseite mit einem Duplizieren-Button, nicht auf die Marketingseite.
  • Persönliche Stimme. Tonal persönlich, was die Antwortrate gegenüber Konzern-Begrüßungen hebt.

Übernimm das: Wenn du bei der Anmeldung nicht personalisieren kannst, personalisiere bei der ersten Antwort. Stell eine Frage. Verzweige die Strecke.

4. Webflow: verlinkt jeden Schritt auf ein konkretes Tutorial

Die Onboarding-E-Mails von Webflow behandeln das Help Center als Partner, nicht als Randnotiz. Jeder Button verlinkt auf ein konkretes Tutorial für die angestoßene Aktion. Nicht auf die Doku-Startseite. Nicht auf ein Suchergebnis. Genau der Artikel, der diesen einen Schritt durchgeht. Wer auf "Starte dein erstes Projekt" klickt, landet auf dem Artikel "So startest du dein erstes Webflow-Projekt", mit Screenshots und einem Video oben.

Was funktioniert:

  • Tiefe Links. Der Button zielt auf den konkreten Artikel, nie auf die Startseite.
  • Tutorial zuerst. Der Artikel ist für jemanden strukturiert, der gerade aus der E-Mail kommt, nicht für jemanden, der gesucht hat.
  • Video oben. Ein dreiminütiger Durchlauf über der Falz des Artikels.
  • Fortschrittskette. Am Ende jedes Artikels steht der Link zum nächsten Schritt. Der gesamte Onboarding-Ablauf lebt im Help Center, nicht in der E-Mail.

Übernimm das: Bau einen Hilfeartikel je E-Mail in deiner Strecke. Jeder Artikel ist das Ziel eines Buttons. Keine generischen "Mehr erfahren"-Links.

5. Loom: Video in der Begrüßungsmail

Loom bettet ein 90-Sekunden-Produktvideo als Kernstück der Begrüßungsmail ein. Das Video ist eine echte Loom-Aufnahme, die zugleich Demo und Anwendungsfall ist. Man sieht, was das Werkzeug erzeugt, bevor man es anfasst. Am Ende führt ein Button direkt auf den Aufnahmebildschirm.

Was funktioniert:

  • Das Ergebnis zeigen. Man sieht, wie ein Loom aussieht, bevor man gebeten wird, eines aufzunehmen.
  • Die Aufnahme ist die Demo. Das Produkt erzeugt das Marketingmaterial. Das zahlt auf die Marke ein.
  • Ein Button. Aufnahme starten. Ein Ziel.
  • Mobiltauglich. Die Videovorschau lädt als Bild, wenn das Video nicht automatisch startet.

Übernimm das: Wenn dein Produkt visuell ist, führ mit dem Ergebnis statt mit der Beschreibung. Ein 90-Sekunden-Video schlägt 400 Wörter.

6. Figma: lädt eine Kollegin ein als Aktivierungsereignis

Figma nutzt die zweite E-Mail der Strecke als Einladungsaufforderung. Die Logik ist einfach. Eine einzelne Person in Figma springt ab. Wer zwei Kolleginnen in derselben Datei hat, bleibt. Die E-Mail rahmt die Einladung als Zusammenarbeit, nicht als Platzerweiterung. Der Button öffnet ein Einladungsfenster mit vorbereitetem Link, keine Einstellungsseite.

Was funktioniert:

  • Mehrere Nutzende als Aktivierung. Das Aktivierungsereignis ist eine zweite Person, kein angeklicktes Feature.
  • Einladen mit einem Klick. Der Link öffnet das Einladungsfenster mit kopierbarer Adresse.
  • Als Zusammenarbeit gerahmt. Der Text spricht davon, "diese Datei zu teilen", nicht davon, "Plätze hinzuzufügen".
  • Sozialer Beleg. Erwähnt andere Teams der Branche, ohne dass es konstruiert wirkt.

Übernimm das: Wenn dein Produkt mit mehr Nutzenden klebriger wird, ist eine Einladung ein stärkeres Aktivierungsereignis als ein angeklicktes Feature. Mach die Einladung zu einem Klick, nie zu einem Ausflug in die Einstellungen.

7. Stripe: Dokumentation als Begrüßungsmail

Stripe schickt eine Begrüßungsmail, die sich an die Entwicklerin richtet, die gerade ein Konto angelegt hat. Der Körper ist überwiegend ein Codeausschnitt für den ersten API-Aufruf plus ein Link auf das Testmodus-Dashboard. Die E-Mail geht davon aus, dass ein Terminal offen ist. Der Ton passt zur Zielgruppe. Keine Marketingsprache. Der tiefe Link führt auf die API-Referenz, nicht auf die Marketingseite.

Was funktioniert:

  • Zur Zielgruppe passende Stimme. Eine Entwickler-Mail spricht Entwicklersprache. Kein "wir freuen uns riesig".
  • Kopierbarer Code. Die erste Aktion ist ein curl-Befehl in Monospace.
  • Testmodus hervorgehoben. Der Aufruf beruhigt, dass Experimentieren sicher ist.
  • Dashboard-Link. Der zweite Link führt ins Test-Dashboard, wo nach dem ersten Aufruf das erste Ereignis sichtbar wird.

Übernimm das: Wenn deine Käuferin eine Entwicklerin ist, schreib in Terminal-Sprache. Wenn sie im operativen Geschäft arbeitet, schreib in deren Sprache. Zielgruppenpassung schlägt Stimmkonsistenz.

8. Slack: Rückgewinnung vor der Abwanderung

Die Onboarding-Strecke von Slack tut etwas, das die meisten überspringen. Zwischen Tag 10 und Tag 14 geht eine Rückgewinnungsmail an alle, die sich angemeldet, aber nie wieder hineingeschaut haben. Die E-Mail rahmt die Lücke als Frage, nicht als Vorwurf. "Vergessen, warum du dich angemeldet hast?" mit einem einzigen Button zurück in den Arbeitsbereich. Keine Checkliste. Kein Upgrade-Pitch.

Was funktioniert:

  • Frageform. Die Betreffzeile ist eine Frage, was die Öffnungsrate gegenüber Aussagen hebt.
  • Kein Schuldgefühl. Der Text erwähnt die Abwesenheit nicht.
  • Rückkehr mit einem Klick. Der Button ist ein Magic Link, der den Arbeitsbereich ohne Passwort öffnet.
  • Zeitpunkt. Vor dem Punkt, an dem das Produkt innerlich abgeschrieben ist, meist vor Tag 14.

Übernimm das: Bau eine Rückgewinnungsmail für inaktive Anmeldungen. Schick sie zwischen Tag 7 und Tag 14. Formuliere den Betreff als Frage.

9. Calendly: hört auf zu mailen, sobald aktiviert wurde

Calendly macht das Klügste in der Strecke. Es hört auf. Sobald jemand seinen ersten Termintyp angelegt und einen Termin gebucht hat, wird der Rest der Strecke abgebrochen. Die Person bekommt nie die Aufforderung an Tag 7 "hast du schon einen Termin gebucht", die sie herablassend fände. Der E-Mail-Stack respektiert die Aktivierung.

Was funktioniert:

  • An Aktivierung gekoppelt. Die Strecke pausiert beim Aktivierungsereignis. Das übersehen die meisten.
  • Bedingter Versand. Künftige E-Mails prüfen den Zustand, bevor sie feuern.
  • Vertrauenssignal. Man merkt, dass das Produkt die Aktivierung kennt. Das schafft Vertrauen.
  • Wechsel auf die Bindungsstrecke. Aktivierte Nutzende bekommen die Fortgeschrittenen-Strecke, keine weiteren Einrichtungshinweise.

Übernimm das: Jede E-Mail sollte prüfen, ob ihre Aufgabe noch relevant ist. Wenn die Sache erledigt ist, schick die E-Mail nicht.

10. Cal.com: Open Source als Markensignal

Die Onboarding-Mail von Cal.com setzt auf die Open-Source-Positionierung, die es von Calendly abhebt. Die E-Mail nennt GitHub, die öffentliche Roadmap und den Community-Slack neben dem Aktivierungsaufruf. Das Markensignal kommt sofort an. Der tiefe Link führt zur Integrationseinrichtung, nicht auf die Marketingseite.

Was funktioniert:

  • Markenkonformer Text. Die E-Mail verstärkt das Unterscheidungsmerkmal, nicht die Oberkategorie.
  • Community-Link. Der zweite Aufruf führt zu GitHub oder zur Community und signalisiert Tiefe.
  • Eine Hauptaktion. Trotz mehrerer Nebenlinks dominiert ein Button.
  • Schlichtes HTML. Die Anmutung ist technikorientiert und passt zur Marke.

Übernimm das: Schreib die Begrüßungsmail nicht als generische SaaS-Begrüßung. Schreib sie so, wie nur deine Marke sie schreiben kann.

11. Lemlist: Antwortkette mit der Gründung

Lemlist fährt die Begrüßungsmail als scheinbar persönliche Nachricht der Gründung. Reiner Text. Keine Grafiken. Kein HTML-Layout. Am Ende eine einzige Frage danach, was erreicht werden soll. Die Antworten laufen ins Success-Team, das damit den Rest der Strecke personalisiert. Das Reintextformat erzeugt außerdem höhere Antwortraten als gestaltete HTML-Mails.

Was funktioniert:

  • Reiner Text. Sieht aus wie eine persönliche E-Mail, nicht wie ein Marketingversand.
  • Stimme der Gründung. Die Unterschrift ist die Gründung, nicht "das Team".
  • Offene Frage. Der Aufruf ist eine Antwort, kein Klick.
  • Personalisierung danach. Antworten prägen die nächsten E-Mails.

Übernimm das: Mindestens eine E-Mail in der ersten Woche sollte um eine Antwort bitten. Die Antwortrate ist ein stärkeres Signal als die Klickrate.

12. Product Hunt: Community als Aktivierung

Die Begrüßungsmail von Product Hunt rahmt die Community als das Produkt. Der erste Aufruf ist, ein Produkt des Tages hochzuvoten. Das Aktivierungsereignis ist Teilnahme, nicht Konsum. Die E-Mail bringt neuen Mitgliedern bei, wie die Community funktioniert, indem sie eine kleine Aktion gibt, die 10 Sekunden dauert.

Was funktioniert:

  • Aktivierung ist Teilnahme. Die erste Aktion ist ein Vote, kein Profil-Setup.
  • Wenig Reibung. Der Aufruf dauert unter 10 Sekunden.
  • Community-Sprache. Die E-Mail spricht über die Community, nicht über die Plattform.
  • Benachrichtigungen einrichten. Der Nebenlink führt zu den Benachrichtigungseinstellungen und verhindert spätere Abmeldungen.

Übernimm das: Wähl die kleinstmögliche erste Aktion, die Beteiligung an deinem Kernkreislauf signalisiert. Mach sie zum Aufruf der Begrüßungsmail.

Gemeinsame Muster über alle 12

Nimm die 12 Beispiele auseinander, und dieselben fünf Muster wiederholen sich. Keines ist ein Geheimnis. Alle werden von den meisten Unternehmen mit Onboarding-Strecke übersprungen.

Eine Aufgabe. Jede E-Mail oben tut genau eine Sache. Anmeldung bestätigen. Erste Aktion antreiben. Kollegin einladen. Zurückgewinnen. Sobald eine E-Mail zwei Aufgaben versucht, fällt die Klickrate.

Tiefe Links. Der Aufruf zeigt auf das konkrete Ziel dieser einen Aktion. Vercel verlinkt die Deploy-Anleitung des Frameworks. Webflow verlinkt den Artikel zur Projekteinrichtung. Linear verlinkt den Arbeitsbereich. Keine verlinkt die Startseite des Help Centers.

Zustandsabhängiger Versand. Die besten Strecken prüfen, was bereits getan wurde. Calendly hört bei Aktivierung auf. Slack schickt die Rückgewinnung nur an inaktive Konten. Starre Zeitpläne ohne Zustandsprüfung verbrennen Versand und Vertrauen.

Zur Zielgruppe passende Stimme. Stripe schreibt für Entwicklerinnen. Notion für Gestaltende. Linear für Entwicklungsteams. Die Stimme ist nicht über Unternehmen hinweg konsistent. Sie ist innerhalb der jeweiligen Zielgruppe konsistent.

Kürzer ist stärker. Die stärksten Beispiele hier liegen unter 100 Wörtern Fließtext. Die schwächsten Strecken im Netz haben 400 und mehr. Die Rechnung ist klar. Kurze E-Mails werden gelesen. Gelesene E-Mails werden geklickt.

Fehler, die du in deiner Strecke vermeiden solltest

Fünf Muster, die in den meisten von uns geprüften Strecken auftauchen. Jedes ist leicht zu beheben.

Generische Links. Der häufigste Fehler. Der Aufruf lautet "Mehr erfahren", und das Ziel ist die Startseite des Help Centers mit Suchleiste. Dann muss die Nutzerin die Arbeit machen, die die E-Mail hätte machen sollen. Lösung: Jeder Aufruf verlinkt den konkreten Artikel zu diesem Schritt.

Zu schnell. Manche Strecken feuern vier E-Mails in den ersten 48 Stunden. Die landen als Spam. Onboarding-E-Mails sollten das Tempo der Nutzenden respektieren. Tag 0, Tag 1, Tag 3 reichen für Woche eins. Tag 7, Tag 14, Tag 21 decken den Rest ab.

Keine Zustandsprüfung. Die Mail "hast du die Einrichtung abgeschlossen" kommt am Tag nach der abgeschlossenen Einrichtung. Vertrauen stirbt. Jede E-Mail braucht eine bedingte Prüfung, ob ihre Aufgabe noch relevant ist.

Marketingstimme. "Wir freuen uns sehr, dich an Bord zu haben" verschwendet die erste Zeile. Niemand meldet sich an, um sich willkommen zu fühlen. Man meldet sich an, um etwas zu tun. Die erste Zeile sollte auf dieses Etwas zeigen.

Statische Screenshots. Viele Onboarding-Mails betten Produktbilder ein, die eine Oberfläche von vor sechs Monaten zeigen. Man öffnet das Produkt, und es sieht anders aus. Vertrauen erodiert. Verlinke entweder eine lebende Quelle oder lass Screenshots ganz aus E-Mails weg.

Wie Hilfeartikel in Onboarding-E-Mails passen

Jede E-Mail oben hat mindestens einen Link. Der Link führt irgendwohin. Die Frage ist, wohin. Die Unternehmen dieser Liste verlinken konkrete Hilfeartikel für konkrete Aktionen. Die Unternehmen, die sich schwertun, verlinken die Startseite des Help Centers oder, schlimmer, die Marketingseite.

Die Verschiebung wirkt klein, der Unterschied bei der Konversion ist groß. Wer in einer Calendly-Mail auf "Richte deinen ersten Termin ein" klickt, muss auf dem Artikel landen, der das Einrichten des ersten Termins durchgeht. Schritt eins, Schritt zwei, Schritt drei, Screenshot bei jedem Schritt, Video oben. Keine Suchseite. Keine Kategorienliste. Die E-Mail hat ein Versprechen gegeben. Der Artikel hält es.

Zwei Dinge machen das kaputt. Erstens gibt es den Artikel noch nicht. Das Wachstumsteam schreibt die E-Mail schneller, als die Redaktion den Artikel schreibt. Der Aufruf landet auf einer Fehlerseite oder auf einer generischen Seite. Zweitens gibt es den Artikel, aber er ist veraltet. Die Screenshots zeigen die Oberfläche vom letzten Quartal. Die Schritte nennen ein Feature, das umgezogen ist. Die Person vertraut der E-Mail, öffnet den Artikel, und der Artikel sagt das Falsche. Die ganze Strecke verliert mit diesem einen Klick an Glaubwürdigkeit.

Die Lösung ist strukturell, nicht redaktionell. Ordne jeder E-Mail deiner Strecke einen konkreten Artikel zu. Behandle den Artikel als harte Voraussetzung für den Versand. Und halte ihn aktuell, während das Produkt ausliefert. Dokumentationsverfall ist der stille Killer von Onboarding-Strecken. Die E-Mail bleibt gleich. Das Produkt ändert sich. Der Artikel veraltet. Der Aufruf zeigt weiterhin auf den Artikel. Die neue Nutzerin landet auf etwas, das einmal stimmte.

Laut der Onboarding-Forschung von Wyzowl sagen 86 Prozent der Nutzenden, dass sie einem Unternehmen eher treu bleiben, das in Onboarding-Inhalte investiert. Die Investition ist nicht nur, den Artikel zu schreiben. Sie besteht darin, ihn am Leben zu halten, während das Produkt ausliefert. Genau dort verlieren die meisten SaaS-Unternehmen.

Wo HappySupport hineinpasst

Wir haben diesen Text aus demselben Grund geschrieben, aus dem wir HappySupport gebaut haben. Die besten SaaS-Onboarding-E-Mails verlinken konkrete Hilfeartikel. Die besten Hilfeartikel bleiben bei jedem Release korrekt. Die meisten tun das nicht. Der Artikel, den du vor sechs Monaten geschrieben hast, nennt einen Button, der umgezogen ist, eine Einstellung, die umbenannt wurde, ein Feature, das heute anders funktioniert. Die Onboarding-Mail zeigt weiterhin darauf.

HappySupport ist die Help-Center-Schicht, die sich selbst aktuell hält. Wenn das Produkt ausliefert, aktualisiert sich der Artikel. Wenn sich die Oberfläche bewegt, bleiben die Schritte korrekt. Wenn eine neue Nutzerin in deiner Onboarding-Mail auf den Aufruf klickt und im Hilfeartikel landet, spiegelt der Artikel das Produkt, für das sie sich gerade angemeldet hat, und nicht das Produkt vom letzten Quartal. Das ist es, was den tiefen Link tatsächlich funktionieren lässt.

Wenn deine Onboarding-Strecke bereits existiert, liegt die Lücke meist in der Artikelschicht darunter. Prüfe, wie dein Help Center mit dem Traffic aus Onboarding-Mails umgeht, und sieh dir die Absprungrate je Artikel an. Die Artikel mit der höchsten Absprungrate sind meist die veraltetsten. Die Artikelschicht zu reparieren repariert die Konversionsrate der E-Mail-Schicht darüber. Beide Schichten müssen aktuell sein. Unser Ansatz eines selbstaktualisierenden Help Centers hält die Artikelschicht korrekt, ohne manuelle Prüfung nach jedem Release.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viele E-Mails sollte eine SaaS-Onboarding-Strecke haben?+

Sechs bis acht E-Mails über 21 Tage sind der starke Standard für Self-Service-SaaS. Tag 0 Begrüßung, Tag 1 erste Aktion, Tag 3 erweitern, Tag 7 zweiter Nutzen, Tag 14 fortgeschrittene Nutzung, Tag 21 halten. Leg drei bis vier E-Mails in die erste Woche, wenn die Aufmerksamkeit am höchsten ist und die meiste Abwanderung passiert. Vertriebsgetriebene Produkte mit fester Betreuung kommen mit vier bis fünf E-Mails aus, weil ein Mensch einen Teil übernimmt.

Wann sollte die erste E-Mail rausgehen?+

Innerhalb von Minuten nach der Anmeldung. Untersuchungen von Wyzowl zeigen, dass 74 Prozent der Nutzenden eine Begrüßungs-E-Mail am selben Tag erwarten, und die meisten Unternehmen, die auch nur Stunden warten, sehen sinkende Öffnungsraten. Die erste E-Mail sollte vom Anmeldeereignis ausgelöst werden, nicht von einem geplanten Massenversand. Kombiniere die sofortige Begrüßung mit einer Nachfassung am nächsten Tag, die die erste Aktivierung antreibt.

Sollten Onboarding-E-Mails auf einen konkreten Artikel oder auf die Help-Center-Startseite verlinken?+

Immer auf einen konkreten Artikel. Der größte Fehler in SaaS-Onboarding-E-Mails ist ein Button mit "Richte dein erstes Projekt ein", der auf die Startseite des Help Centers zeigt. Dann muss die Nutzerin die Arbeit machen, die die E-Mail hätte machen sollen. Jeder Button in der Strecke sollte auf genau den Artikel führen, der diesen einen Schritt durchgeht, mit Screenshots und einem Video oben. Bau einen Hilfeartikel pro E-Mail und behandle den Artikel als harte Voraussetzung für den Versand.

Welche Kennzahlen sollte ich verfolgen?+

Öffnungsrate über 40 Prozent für die Begrüßung, über 25 Prozent für den Rest. Klickrate über 15 Prozent auf den Hauptbutton. Aktivierungsrate (Anteil der neuen Nutzenden, die die erste Kernaktion binnen 24 Stunden abschließen). Antwortrate auf mindestens eine persönlich gehaltene E-Mail. Abschlussrate der Strecke (bleiben Nutzende bis Tag 21 dabei). Und die Absprungrate je verlinktem Hilfeartikel, die veraltete Artikel sichtbar macht.

Wo finde ich kostenlose Vorlagen für SaaS-Onboarding-E-Mails?+

Die 12 Beispiele in diesem Artikel sind die Vorlagen. Nimm das Unternehmen, das deinem Produkt am nächsten kommt (Entwicklerwerkzeug, Designwerkzeug, Terminwerkzeug, Community-Produkt, gründergeführtes B2B-SaaS), und übernimm die Struktur. Der genaue Wortlaut zählt weniger als die strukturellen Entscheidungen: eine Aufgabe pro E-Mail, tiefe Links auf Hilfeartikel, zustandsabhängiger Versand, zur Zielgruppe passende Sprache. Ohne die Artikelschicht konvertieren die Vorlagen nicht.

Zitat
Die besten SaaS-Onboarding-E-Mails haben eines gemeinsam, das die schlechtesten nie hinbekommen. Sie verlinken auf einen konkreten Hilfeartikel, nicht auf die Startseite des Help Centers.
Niklas GysinnFounder & CEO, HappySupport
Weiterlesen

Verwandte Artikel

Dein Hilfe-Center, fertig vor dem Kaffee.

Starte kostenlos und veröffentliche deinen ersten Artikel noch heute.

HappySupport